Narben entfernen

Po-Modelierung und Straffung

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, störende Narben auf Gesicht und Körper zu entfernen oder unauffälliger zu machen. Zunächst muss unterschieden werden zwischen den verschiedenen Narbentypen, da hier auch unterschiedliche Anwendungen wirksam werden.

Atrophe Narben
Gemeint sind jene Narben, die als kleine Krater in die Haut eingesunken sind und sich häufig aufgrund von Akneschüben oder entzündeter Pickel in der Jugend gebildet haben. Die unteren Hautschichten sind durch die Entzündung geschädigt worden und hinterlassen auffällige Narben, meist natürlich an den aknetypischen Stellen, vor allem im Gesicht. Diese Art von Narben stört die Betroffenen Menschen sehr, da sie immer sichtbar sind und an die ungeliebte pubertäre Vergangenheit erinnern.
Atrophe Narben können mit Fruchtsäure behandelt werden. Geeignete Fruchtsäurepräparate sind in der Apotheke erhältlich. Das Gel wird großzügig auf die Haut aufgetragen und soll über Nacht seine Wirkung entfalten. Am Morgen wird es mit Wasser abgewaschen. Dies kann bis zu mehrmals wöchentlich wiederholt werden, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Während der Behandlung sollte auf Sonnenbäder verzichtet werden.

Hypertrophe Narben
Diese sind die erhabenen Narben, die bei Schnitten und anderen Verletzungen der Haut entstehen. Vor allem OP-Narben sind besonders auffällig und groß. Hier ist es von Vorteil, wenn man so schnell wie möglich handelt. Wirksam, aber nicht mehr so bekannt, sind die Schwedenkräuter, eine Tinktur, die von einem schwedischen Arzt im 17. Jahrhundert erfunden wurde. „Schwedentropfen“ sind in der Apotheke und im Reformhaus erhältlich.
Anwendung: Ein mit der Tinktur getränktes Taschentuch wird auf die Narbe geklebt und soll 1-2 Mal täglich für 8-12 Stunden einwirken. Diese Prozedur kann mehrere Wochen andauern. Die Narben werden während der Behandlung deutlicher zu sehen sein. Wenn die Behandlung beendet wird, verschwinden sie nach wenigen Tagen, sie schrumpfen sich sozusagen weg.

Lasern
Wem das alles zu natürlich und aufwendig erscheint, kann sich die Narben, genau wie Tattoos, einfach weglasern lassen. Der Spaß ist allerdings bekanntlich nicht billig und nicht völlig schmerzfrei, außerdem eignen sich nicht alle Narbenarten für die Lasermethode.
Wer frühzeitig auf OP-Narben reagiert, kann auch ganz gute Ergebnisse mit einigen Salben und Massagen haben, die die Durchblutung verbessern sollen.