Gynkomastie

Po-Modelierung und Straffung


Die Gynäkomastie ist bei Männern gefürchtet. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ist meist ein Symptom eines gestörten Hormonhaushaltes. Dabei kommt es zum Wachstum der Brustdrüsen, sodass sich ein- oder beidseitig die Brust des Mannes, ähnlich der weiblichen Brust, vergrößert.
Dabei ist die echte Gynäkomastie von der Pseudogynäkomastie zu unterscheiden. Letztere ist eine Ansammlung von Fettgewebe durch den Umstand der Gewichtszunahme.
Eine Gynäkomastie kann sich schon bei einem Neugeborenen durch die Übertragung von Östrogen über die Plazenta der Mutter bilden, welche sich im Verlauf aber zurückbildet.
Im Jugendalter kann es bei Jungen zu einer Pubertätsgynäkomastie kommen. Ursache hierfür ist eine Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Östrogen und dem männlichen Androgenen. Die Brustausbildung fällt je nach Störung des Hormonhaushaltes unterschiedlich stark aus. Die Rückbildung des Gewebes ist nicht immer vollständig, sodass ein Brustansatz zurückbleiben kann.
Am häufigsten tritt die Altersgynäkomastie auf, bei der das eingelagerte Fettgewebe zunimmt und das männliche Hormon in weibliches Östrogen umgewandelt wird. Parallel dazu nimmt die Hormonproduktion im Hoden ab, sodass die Brustdrüsen des Mannes durch den Überschuss an Östrogen ein stetiges Wachstum verzeichnen.
Die Ursachen sind vielfältig. Anders als bei der Pseudogynäkomastie, die meist durch die vermehrte Fettansammlung bei Adipositas auftritt, ist die echte Gynäkomastie ein Symptom verschiedener Erkrankungen. Neben Störungen des Hormonhaushaltes, kann dies auch durch Alkoholmissbrauch, Leber- und Nierenversagen oder bestimmte Medikamente wie Säureblocker (Omeprazol) oder Prostatamittel (Finasterid) ausgelöst werden.
Aus gesundheitlichen Gründen ist keine Behandlung notwenig, jedoch sind die psychischen Belastungen der Jungen und Männer meist so ausgeprägt, dass Ärzte eine Ernährungsumstellung verordnen, Hormonbehandlung, die den Hormonhaushalt umstellen und stabilisieren, einleiten oder einen chirurgischen Eingriff empfehlen. Patienten, denen ein Medikament zur Prostatabehandlung verschrieben wird, können sich vorweg einer radiologischen Bestrahlung des Brustgewebes unterziehen, die die Entstehung einer Gynäkomastie durch das verschriebene Präparat senkt. Die Erfolgsrate liegt bei 60 - 92%.